Neues von den Lübecker Museen: Über eine Reaktivierung des Völkerkundemuseums im Zeughaus am Dom machte sich die FDP-Bürgerschaftsfraktion Gedanken. Schliesslich, so das gewichtigste Argument, handelt es sich hier um eine sehr bedeutende Sammlung ethnologisch- und kulturhistorisch wichtiger Exponate, die in dieser Form in ganz Norddeutschland einzigartig scheint. Und gerade heute erlebt die bundesdeutsche Museumslandschaft eine Renaissance in Sachen Völkerkunde.
Doch Bürgermeister Saxe entäuscht, noch bevor die Bürgerschaft im kommenden Januar über die Frage einer Wiedereröffnung entschieden hat. Zu teuer sei diese Projekt, so Saxe. So wären 150.000 Euro nötig, die “bisher am schlechtesten besuchte Museumssammlung Lübeck” zu eröffnen.
Doch “die ist nicht Kern unserer kulturellen Identität”, so Saxe.
Fachleute bemängeln an der Arbeit der verantwortlichen Lübecker Kulturstiftung die Ausgewogenheit. So werden Häuser wie das Günther-Grass-Zentrum mit Millionen subventioniert, andere Sammlungen hingegen geschlossen. Das hätte nichts mit “kultureller Identität”, sondern eher mit einem verordneten Zeitgeist zu tun.
























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