Cannabis wird als Schmerzmittel begrüßt

Für viele Schmerzpatienten wurde vor einigen Tagen vom Kölner Verwaltungsgericht ein hilfreiches und lang ersehntes Urteil gefällt. Es entschied, dass es im Einzelfall nunmehr sehr wohl möglich ist, unter bestimmten Voraussetzungen legal Cannabis zur medizinischen Therapie anzubauen. Bisher konnte man in Deutschland den Cannabis Samen lediglich im Internet bestellten, um Marihuana-Pflanzen zu ziehen. Die Patienten, die einen Anbau zum Eigenbedarf planen, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllen, um sich nicht zu kriminalisieren.

Urteil wird mit Wohlwollen aufgenommen

Der Deutsche Hanfverband nimmt das Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts mit Wohlwollen auf, denn hierdurch verdeutlichen die Richter, dass die Kläger alle weiteren möglichen Behandlungsmethoden zur Schmerztherapie ausgeschöpft und auch Vorsichtsmaßnahmen in der eigenen Wohnung getroffen haben, um einen sicheren Cannabis-Anbau zu garantieren. Auf diese Weise hat das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte keine großen Möglichkeiten mehr, Anträge zum Eigenanbau von Marihuana abzulehnen.

In der Vergangenheit hat es schon viele Entscheidungen zum Thema Marihuana als Medizin gegeben, die zumeist einen ablehnenden Bescheid des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte wegen unzureichHanf - Eigenbauender Begründungen aufhoben. Etwa 300 Menschen in der Bundesrepublik sind im Besitz einer Genehmigung, um in einer Apotheke legal Cannabis zu erwerben und hatten in der Vergangenheit immer wieder Anträge auf Eigenanbau in der Wohnung gestellt, da die Kosten für den Erwerb des Marihuanas den Rahmen sprengen würden.

Eigenanbau ist kostengünstig

Marihuana legal aus der Apotheke zu beziehen, ist für einige Schmerzpatienten schlichtweg nicht tragbar, da die Kosten für ein Gramm mit 15 bis 25 Euro den Rahmen sprengen. Aus diesem Grund ist der Eigenanbau die kostengünstige Alternative, da sich Menschen, die schwerkrank und teilweise auch arbeitsunfähig sind, das Rauschmittel zur medizinischen Therapie gar nicht leisten können. Apotheken bieten außerdem lediglich 4 verschiedene Sorten von Marihuana an. Diese Auswahl ist einfach nicht ausreichend, um für jede Krankheit die passende Sorte zu finden.

Bisher konnten sich die Politiker in Deutschland nicht dazu durchringen, eine Veränderung zugunsten der Patienten bezüglich einer medizinischen Therapie von Cannabis herbei zu führen. Auf lange Sicht jedoch, sollte sich Cannabis als Medizin, so wie viele andere Arzneimittel, für Patienten und Ärzte im Rahmen der medizinischen Therapie etablieren.

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